Blütezeit

Blütezeit

Dienstag, 22. März 2011

Happy Birthday, Zwerge!

Es war keine große Party, und es gab auch keine Torte, aber gestern haben wir einen ganz besonderen Geburtstag gefeiert :) Unsere Zwerge, die inzwischen keine Zwerge mehr sind, sind gestern 2 geworden! In der Nacht auf den 21.3.2009 gegen 1 Uhr haben Tiny, Lola, Mogli und Curly das Licht der Welt erblickt!
Und weil das ein so unglaublich faszinierendes Erlebnis für mich war, hab ich ganz sentimental wieder in den Fotos gewühlt, und die schönsten Bilder des ersten Tages für euch rausgepickt :) Ach, würden sie doch nur immer so klein bleiben...

Mogli hat als erster der vier einen Blick auf die Welt geworfen

Irgendwann war das Gewusel dann so groß, dass nicht ganz klar war, wie viele es waren^^  


Ein paar Stunden später waren dann aber alle schon fit fürs Wiegen, und natürlich für den ersten Fototermin! Und Mama Polly hatte etwas Zeit, sich von den Strapazen der Nacht zu erholen.

Als erster auf der Waage: Mogli, einziges Böckchen im Wurf und eindeutig Chef im Ring^^

Lola, die Jüngste der Truppe, stellte sich schon in den ersten Stunden als Lauf-Ass heraus^^

Tiny war ein absoluter Winzling... ca. 56 Gramm wog die Kleinste am Tag der Geburt, konnte sich aber schnell gegen die "Großen" behaupten!
Curly einmal von der dunklen Seite....
...einmal von der helleren rechten Seite. Und die tollen Wirbel hat sie vom Papa^^  






















So artig die Zwerge beim Wiegen waren, so war es doch ein echtes Kunststück, die Vier für ein Gruppenbild in Schach zu halten^^ Ein wuseliger Fellhaufen, der sich neugierig auf die Welt stürzen wollte, die sich da eröffnete :)




...aber wenn die Erschöpfung siegt, ist der richtige Moment für ein Foto gekommen!

Das ist eins der besten "Gruppenbilder", die wir schießen konnten^^ Da sind die Zwerge übrigens schon 4 Tage alt!

  
Das ist eines der letzten Bilder, die wir von Mogli noch haben. Der Bub musste uns verlassen, damit die kleine Familie nicht noch größer wird...

Tiny und Lola leben mittlerweile bei meinen Eltern. Wie man sieht, steht Tiny in Sachen größe ihrer Schwester mittlerweile auch in nichts mehr nach^^

Curly ist noch bei uns, und bewohnt mit ihren Eltern unsere Meerschweinchen-Villa^^ 





Dienstag, 8. März 2011

Brot und Rosen

8. März - Weltfrauentag. Dieser Tag steht zwar nicht als gesetzlicher Feiertag in meinem Kalender, aber anhand meines von Werbemaisl überquellenden Papierkorbes lässt sich schnell erkennen, dass auch dieser Tag, wie schon Valentins- und Muttertag, wohl in erster Linie dem Konsum dient. Er soll Männer dazu animieren, ihren Frauen kleine Aufmerksamkeiten zu schenken, und Frauen, sich für den nächsten Weltfrauentag dringend einen Mann zuzulegen, der ihnen was schenken kann.
Oder steckt da mehr dahinter?

Ich hab mal ein bißchen recherchiert, und bin unter anderem bei Wikipedia auf ein paar spannende Fakten gestoßen:
  • Der Weltfrauentag heißt eigentlich "Tag der Vereinten Nationen für die Rechte der Frau und den Weltfrieden". 
  • Er entstand bereits zu Beginn des 20. Jahrhunderts, als weltweit Frauen begannen, für ihre Rechte, insbesondere das Wahlrecht, zu kämpfen.
  • Die ersten Proteste, die zur Begründung des Tages führten, fanden in den USA statt. Deutsche Sozialistinnen aber waren es, die 1910 die Einführung eines internatonalen Frauentages vorschlugen.
  •  In den ersten Jahren war der Frauentag ein wichtiger Teil der sozialistischen Bewegung und diente der Propaganda und Aufklärungsarbeit.
  • Auf den 8. März wurde der Tag 1921 festgelegt, nachdem am 8.3.1917 die Streiks von Arbeiter- und Bauernfrauen in Sankt Petersburg die Märzrevolution ausgelöst hatten.
  • Von 1933 bis 1945 wurde der Frauentag aufgrund seiner sozialistischen Ursprünge von den Nationalsozialisten verboten.
  • Nach dem 2. Weltkrieg verlor der Tag im geteilten Deutschland eher an Bedeutung, bekam aber mehr und mehr das Thema Frieden und Kampf gegen Wiederbewaffnung zum Inhalt.
  • 1977 erkannte die UN den 8. März offiziell als Internationalen Frauentag an.
  • In 26 Staaten ist der 8. März heute ein gesetzlicher Feiertag. In China haben Frauen an diesem Tag nachmittags arbeitsfrei.
  • Frauen- und Menschenrechtsorganisationen nutzen den Weltfrauentag noch immer, um sich für die Gleichberechtigung der Frauen weltweit einzusetzen.
Also in der Tat kein "Floristen-Festtag". Vielmehr ein symbolischer Tag, der an den noch immer andauernden Kampf von Frauen und Mädchen überall auf der Welt erinnert. An ihren Kampf gegen Unterdrückung, Ausbeutung, Genitalverstümmelung, Kinderheirat, und für mehr Bildung und Chancengleichheit.

Dennoch kommt gerade aus den Kreisen autonomer Frauenrechtlerinnen auch Kritik an diesem Tag.
So sagte Alice Schwarzer 2010: "Schaffen wir ihn […] endlich ab, diesen gönnerhaften 8. März! Und machen wir aus dem einen Frauentag im Jahr 365 Tage für Menschen, Frauen wie Männer."

Auch zum internationalen Tag der Frau 2011 ist Gleichberechtigung noch immer ein Thema, dass Organisationen und Gremien beschäftigt.
Die 1986 aufgestellte Forderung nach "Brot und Rosen" - also Brot im Sinne von Recht auf Arbeit, gerechte Entlohnung, Bildung etc., und Rosen im Sinne von familienfreundlichen Arbeits- und Lebensbedingungen, Toleranz und Frieden - haben bis heute nicht an Aktualität verloren.

Montag, 7. März 2011

Frühling an der Hunte

erste Frühlingsmomente in Oldenburg am 7.3.11



 


dazu ein kleines Frühlingsgedicht von Annette zu Droste-Hülshoff:

Der Frühling ist die schönste Zeit

Der Frühling ist die schönste Zeit!
Was kann wohl schöner sein?   
Da grünt und blüht es weit und breit 
Im goldnen Sonnenschein.
Am Berghang schmilzt der letzte Schnee,
Das Bächlein rauscht zu Tal,
Es grünt die Saat,  es blinkt der See
Im Frühlingssonnenstrahl.
Die Lerchen singen überall,
Die Amsel schlägt im Wald!   
Nun kommt die liebe Nachtigall
Und auch der Kuckuck bald.   
Nun jauchzet alles weit und breit,
Da stimmen froh wir ein:  
Der Frühling ist die schönste Zeit! 
Was kann wohl schöner sein?

Freitag, 4. März 2011

Mein Beitrag zur närrischen Zeit...

Diese Büttenrede wurde 1995 in Flörsheim am Main (Karnevalshochburg)
gehalten: Der Redner musste nach dem Vortrag unter Polizeischutz
rausgebracht werden und die Sitzung wurde vorzeitig beendet, aber die Rede
ist seitdem Kult !!!


Hessische Büttenrede

(Narhalla-Marsch)

“Alaaf und Helau! – Seid ihr bereit?
Willkommen zur Beklopptenzeit!
Mer kenne des aus Akte X,
doch Mulder rufe hilft da nix,
des kommt durch Strahle aus dem All,
und plötzlisch ist dann Karneval!
(Tusch)

Uff einen Schlach werd´n alle dämlisch,
denn das befiehlt das Datum nämlisch!
Es ist die Zeit der tollen Tage,
so eine Art Idiotenplage,
eine Verschwörung, blöd zu werden,
die jährlich um sich greift auf Erden.
Ei´ wahre Ausgeburt der Hölle,
und Ausgangspunkt davon ist Kölle!
(Tusch)

Denn dort gibt´s nisch nur RTL,
das Fernseh-Einheitsbrei-Kartell,
sondern aach jede Menge Jecken,
die sisch auf Nasen Pappe stecken,
in Teufelssekten sich gruppieren
danach zum Elferrat formieren
und dann muss selbst das döfste Schwein
dort auf Kommando fröhlisch sein.
(Tusch)

Auf einmal tun in allen Ländern
die Leude sisch ganz schlimm verändern
Sie geh´n sisch hemmungslos besaufe
und fremde Mensche Freibier kaufe
schmeiße sisch Bonbons an die Schädel,
betatsche Jungens und aach Mädel
und tun eim jede, den sie sehen,
ganz fuschtbar uff de Eier gehen!
Sie tun nur noch in Reime spreche
und sind so witzisch, man könnt` breche,
bewege sisch in Polonäsen,
als trügen sie Gehirnprothesen,
man möschte ihnen – im Vertrauen –
am liebsten in die Fresse hauen!
(Tusch und Konfetti-Kanone)

Doch was soll man dagege mache?
Soll man vielleicht noch drüber lache?
Es hilft kein Schreie und kein Schimpfe,
man kann sisch nich mal gegen impfe,
die Macht der Doofen ist zu staak,
als dass man sisch zu wehr´n vermag!
(kein Tusch)

Am besten ist, man bleibt zu Haus
und sperrt den Wahnsinn aanfach aus.
Man schließt sich ein paar Tage ein
und lässt die Blöden blöde sein!
Der Trick ist, dass man sich verpisst
bis widder Aschermittwoch ist!
Und steht ein Zombie vor der Tür,
mit so `nem Pappnasengeschwür,
und sagt statt “Hallo” nur “Helau”,
dann dreh sie um, die dumme Sau,
und tritt ihr kräftisch in den Arsch
und ruf dabei: Narrhalla-Marsch!”
“Vielen Dank …”
(Tusch, Narhalla-Marsch mit schnellem Weglaufen...)