Ich höre den Lärm von drüben. Das Geplapper der Leute. Das Geklapper aus der Küche. Jemand ruft nach mir. Es sei doch wahrlich genug zu tun um diese Zeit. Ich habe das alles hinter mir gelassen. Schnell bin ich aus der Gaststube raus. Über den Hof, zu dem alten Stall. Ich sehe durch einen Spalt in den Brettern. Eine ganz andere Welt. Das junge Paar, ziemlich abgerissen. Sie legen Stroh in die Krippe, so liebevoll. Der Mann zündet ein Licht an. Die Frau streicht dem Esel über die Nase. Es sei kein Platz, hatte ich ihnen eben noch gesagt, nachdem sie drüben geklopft hatte, es sei alles voll und ich hätte keine Zeit. Der Lärm der Welt hatte mich fest im Griff. Ich war ein Teil davon. Nun ist es anders. Sie hatten ein zweites Mal angeklopft. Ein leiser Ton, der sich in den Zwischenräumen der Geräusche einen Weg suchte. Hinten sei ein stall, sagte ich, da könnten sie sich ausruhen. Nun stehe ich hier und lausche. Die Stimmen an den Tischen, das Geschrei aus der Küche, die ganze Rastlosigkeit - kann mir alles nichts mehr anhaben. Ich lausche nach drinnen. Kann man Licht hören?
Ich klopfe. Ganz leise.
Aus dem Kalender: Der andere Advent 2011/12, Andere Zeiten e.V.
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