Blütezeit

Blütezeit

Dienstag, 19. Juli 2011

Urlaubstagebuch: Gran Canaria Tag 4 - 2. Teil

Immer noch Samstag, 9.7.2011

Vom Kanarischen Garten aus ging die Reise weiter in Richtung Las Palmas und Nordküste. Dabei haben wir Arucas passiert, und konnten von weitem die zahlreichen Bananenplantagen und die einzige im neugotischen Stil erbaute Kirche der Insel bewundern, "San Juan Bautista". Ihr Erbauer, ein katalanischer Architekt namens Manuel Vega y March, sei ein Schüler Gaudis gewesen, erzählte uns unser Reiseleiter.
Auch Las Palmas haben wir nur von weitem gesehen, hier ein Blick auf "La Isleta", die "kleine Insel" an der äußersten Nordostspitze Gran Canarias:
Es ging weiter ein Stückchen an der steilen Nordküste entlang, mit ihren beeindruckenden Klippen, und dann wieder ins Landesinnere zurück, zunächst in die "Mineralwasserstadt" Firgas. Der von Künstlern gestaltete Stadtkern bietet neben Kachelbänken, die für die 21 Gemeinden der Insel stehen, und einem Wasserlauf, der über Treppen die Promenade herunterfließt, einen bildnerischen Überblick über alle kanarischen Inseln:



Nächstes Ziel der Fahrt war Teror, eine der noch ursprünglichsten Gemeinden der Insel. Die malerische Altstadt war zwar wegen eines Handwerkermarktes gut besucht, aber nicht überlaufen, und wir hatten Gelegenheit, in der Kirche "Nuestra Señora del Pino" eine Statue der Schutzheiligen Gran Canarias zu bewundern, die jedes Jahr zahlreiche Pilger von der ganzen Insel nach Teror führt.


Die Virgen del Pino

Von Teror aus ging es dann zum Mittagessen, das in einer wahren "Touristenkantine" gereicht wurde. Bereits im Bus mussten wir uns per Handzeichen für ein Gericht entscheiden, und während die Besuchergruppe vor uns gerade den Hauptgang verdrückte, wurde uns im Affenzahn die Vorspeise serviert, damit Gruppe 3 pünktlich ihre Suppe bekam... Der Weißwein, der zum Fisch gereicht wurde war süß wie Likör, und beim Blick auf die Flasche fand ich die Erklärung: Dessertwein... Zum Dessert (Eis im Plastikbecher) war mir die Lust auf Wein dann aber vergangen...
Naja, wir sind einigermaßen satt geworden, und der Ausblick von der Terasse war definitiv unbezahlbar...

Hier oben in den Bergen (auf ca. 800m) hingen die Wolken beeindruckend tief, und verglichen mit der Ostküste und den Schluchten bei Agüimes und Ingenio war es hier fantastisch grün! Und es nieselte sogar ein bißchen.
Und es wurde immer noch grüner! Der nächste Ort, den wir passierten, Valleseco ("trockenes Tal"), gilt laut Reiseleiter als grünster und fruchtbarster Ort der Insel. Woher der irreführende Name stammt, ist dabei wahrlich rätselhaft...
Auf dem Weg von Teror zum Mittelpunkt der Insel, dem Cruz de Tejeda konnten wir neben Pinienwäldern und grünen Hängen auch das "Meer der Wolken" ("Pozo de las Nieves") bestaunen. Über uns war der Himmel zu diesem Zeitpunkt wieder strahlend blau und die Sonne wieder ungnädig kraftvoll.

im Hintergrund rechts ein kleiner Teil des "Wolkenmeeres"
Auf dem verschlungenen Weg durch Wälder und Wolken kamen wir schließlich auch zum Wahrzeichen der Insel auf der zweithöchsten Erhebung (1813 m) Gran Canarias, zum Monolithen Roque Nublo. Direkt zum Felsen sind wir zwar nicht gefahren, aber auch hier bot sich wieder ein überwältigender Ausblick! Dank des fantastischen Wetters konnten wir sogar die Berge von Teneriffa von dort aus sehen!

gaaaanz hinten im Dunstschleier sieht man Teneriffa! Ehrlich! 
Einer der zahlreichen Stauseen der Insel

Nach einer kleinen Erfrischungspause in einem Touristenlokal in Tunte (kein Scherz^^) ging die Fahrt weiter Richtung Süden, durch das "Tal der 1000 Palmen", vorbei an Fataga, üppigen Obstplantagen mit Aprikosen- und Mangobäumen, durch unzählige Serpentinen und entlang der Felsen mit ihren bizarren Formen ("King Kong mit einem großen Bier", "der schlafende Mann" uvm) zurück in den trockenen Süden. Kurz vor dem "Mundo Aborigen", einer Art Freilichtmuseum der kanarischen Ureinwohner, gab es noch einen lohnenden Fotostopp mit Blick auf Maspalomas und die Dünen. Und wieder der vertraute Anblick trockener Hänge und rauer Schluchten.

Gegen 19:30 waren wir zurück im Hotel, erfüllt von Eindrücken und gefüttert mit allerlei Wissenswertem und kleinen Anekdoten zu Gran Canaria.
Und im Hotel gab es dann auch endlich wieder gutes Essen :) gefüllter Truthahn und Gambas vom Grill! Und zum "Dessert": eine kleine Artistikshow auf der Bühne der Hotelbar, zu der wir uns zur Feier des Tages einen leckeren Cocktail gegönnt haben.

Ein Zitat, das mir von unserem Reiseleiter im Gedächtnis geblieben ist, lautet: "Früher haben wir Tomaten bewässert, heute bewässern wir Touristen. Das ist rentabler." Viele der Mitreisenden haben über diese Bemerkung geschmunzelt, so wie ich auch zunächst. Aber rückblickend war das ein ausgesprochen zynischer Kommentar, der beim Anblick dieser beeindruckenden Insel doch auch einen bitteren Nachgeschmack hinterlässt.

Montag, 18. Juli 2011

Urlaubstagebuch: Gran Canaria Tag 4 - 1. Teil

Samstag, 9.7.2011

Für unseren vierten Tag auf Gran Canaria hatten wir die Bus-Tour "Gran Canaria á la carte" gebucht. Von der Reiseleiterin hoch angepriesen ("Verpflegung inklusive, Mittagessen, spanische Tapas, Weinprobe!") sollte uns die 10- stündige Rundfahrt an zahlreiche interessante Orte der Insel führen. Und wir wollten schließlich was sehen vom "6. Kontinent". Da es von dieser Fahrt wirklich viel zu berichten und zu zeigen gibt, teile ich den Eintrag auf mehere Teile auf :)

Da es recht früh losging, hatten wir uns am Vortag im Spar- Markt selbst mit Frühstück versorgt...
Schokobrötchen, Trinkjoghurt und Donuts - und wie gewohnt alles furchtbar süß^^
Zusammen mit ein paar anderen Gästen wurden wir vorm Hotel von unserm Bus abgeholt, und dann auch gleich von Reiseleiter und Kameramann begrüßt. Ja, ein Kamermann war die ganze Tour über dabei, und filmte uns beim Aussteigen aus dem Bus und beim Einsteigen in den Bus, und bannte auch die besichtigten Orte auf Film, den dann am Ende der Fahrt jeder auf VHS (!) oder DVD erstehen konnte.
Zunächst fuhren wir einen Teil der Strecke in Richtung Flughafen zurück, vorbei an Vencindario, einem Ort, der überwiegend von Arbeitern und Hotelangestellten bewohnt wird, weil dort die Wohnungen günstiger sind, als in den Touristenorten. Über Agüimes brachte uns der Bus zu den Höhlenwohnungen im Barranco de Guayadeque. In dieser atemberaubenden Schlucht findet man immer wieder kleine Höhlen in den Felswänden, die größtenteils von den Ureinwohnern, den Guanchen, als Wohn- und Bestattungshöhlen genutzt worden waren. Auch heute werden einigen Höhlenwohnungen tatsächlich noch bewohnt, und in eine davon durften wir einen kurzen Blick werfen. Außerdem konnten wir eine kleine Höhlenkapelle bestaunen, und im angrenzenden "Höhlenrestaurant" wurden die angekündigten Tapas gereicht: Serranoschinken und Ziegenkäse, dazu auf Wunsch etwas Wein (="Weinprobe").
der Vorplatz der Höhlenkapelle
Treppen führen zu den noch bewohnten Höhlenwohnungen





der Altarraum der kleinen Kapelle, die auch heute noch für Andachten oder Trauungen genutzt wird

und auch hier: Katzen!

Auf dem Weg zurück durch die Schlucht machten wir kurz Halt am "Centro de Inerpretatíon", einem kleinen Museum, das sehr anschaulich das Leben der Guanchen und die Entstehung der Schluchten und Gebirgslandschaften zeigt.

Über Ingenio, einen Ort, der ehemals Zentrum der Zuckerrohrverarbeitung war, ging es durch Weinberge und vorbei am Flughafen weiter Richtung Norden, vorbei an den Industriegebieten von Telde (IKEA!) auf etwa 570m Höhe auf den Pico de Bandama. Von dort oben hatten wir eine fabelhafte Aussicht, und konnten vor allem den Caldera de Bandama, den mit 1km Durchmesser größten vulkanischen Explosionskrater der Insel, bewundern.

im Hintergrund: der weltweit einzige Golfplatz mit 19 Löchern: 18 auf dem Platz, und daneben der Krater...

der Caldera de Bandama, ca. 1000m Durchmesser und 200m tief

das Wetter wurde immer ungemütlicher, je weiter wir nach Norden kamen
Von dort aus ging es einige Kilometer weiter Richtung Norden zum "Jardin Canario", einem riesigen botanischen Garten, für dessen Durchquerung laut Reiseleiter auch mal ein halber Tag angesetzt werden darf. Wir hatten eine knappe halbe Stunde, und haben trotzdem viel zu sehen bekommen.


kleiner Lorbeerwald





 Fortetzung folgt...

Sonntag, 17. Juli 2011

kurze Unterbrechung...

Ich unterbreche aus aktuellem Anlass das Urlaubstagebuch und freu mich kurz *freu* über mehr als 1000 Seitenaufrufe!!!!!

Und weil ihr alle so eifrig meinen Blog verfolgt, möchte ich etwas zurückgeben :)

Unter allen, die bis morgen, Montag, 18.7.11 um 22:45 Uhr unter diesem Post einen Kommentar hinterlassen, verlose ich einen 5€- Gutschein für ein Fotobuch von Cewe!!!

Das könnt ihr euch nicht entgehen lassen :)

Mitarbeiter von BK Inc. sind von der Teilnahme ausgeschlossen. Barauszahlung nicht möglich. Rechtsweg ausgeschlossen.

Viel Glück!!

Samstag, 16. Juli 2011

Urlaubstagebuch: Gran Canaria Tag 3

Der Plan für diesen Tag war, das Aqualand Maspalomas zu besuchen, ein Wasserrutschenparadies etwas nördlich von Maspalomas. Morgens war der Himmel allerdings ziemlich bedeckt, und wir haben kurz üebrlegt, das Vorhaben zu verwerfen. Also erstmal frühstücken, lecker Müsli, Spiegelei und Pancakes mit Sirup :)  Und noch während wir frühstücken klart es auf, und die Sonne knallt wieder völlig erbarmungslos vom Himmel - perfekt zum Badengehen!
Ehe wir uns auf den Weg machen, gehen wir noch schnell online, und schreiben ein paar Ansichtskarten. Posten bei Facebook und Karten für die Post :)
Noch etwas müde von der Disco-Tour und mit ordentlich Sonnenbrand vom Spaziergang zum Faro haben wir dann also den Bus Richtung Aqualand genommen, Linie 45 quer durch Playa del Inglés und Maspalomas. Es gibt keine bequemere Möglichkeit, die Orte kennenzulernen! Kneipen, Clubs, Shoppin- Zentren, Appartment- Anlagen, Golfplätze - war alles wunderbar vom Bus aus zu betrachten.

Und das ist das Aqualand! Von oben sieht es ganz harmlos aus! Ist es auch - abgesehen vom Booomerang... wer dieses Ding erfunden hat, muss ein verdammt langweiliges Leben führen... Man klettert mit einem Doppelschlauchboot unterm Arm eine riesen Leiter hoch. Oben macht einen eine angekettete junge Spanierin darauf aufmerksam, dass man den Hintern hochnehmen, und das Kinn auf die Brust drücken soll. Und dann lässt sie los. Und man sieht vor sich - nichts. Und dann fällt man, gefühlt senkrecht, mit dem Doppelschlauchboot in die Tiefe, rutscht in die Rampe hinunter, um an der anderen Seite wieder hoch und dann natürlich wieder runter zu rutschen. Was soll ich sagen, ich war heiser und nass, und ich bin nicht sicher, ob das nur gechlortes Wasser war... Aber es war geil.
Etwas entspannter ging es im Wellenbad zu, das verglichen mit dem Atlanktik den Namen nicht verdient. Nett auch eine Runde im Schwimmreifen durch den Congo River einmal rund um den Surf Beach.
Ansonsten haben wir überwiegend im Schatten gelegen, auf unseren Sonnenliegen, die je 3,50€ extra kosteten. Immerhin war der Schirm gratis! 4€ haben wir fürs Schließfach bezahlt, wobei das Erste leider kaputt war. Also haben wir ein neues ausgesucht, dabei aber leider vergessen, Handy und Portemonnaie aus dem ersten Fach wieder rauszunehmen... Typisch wir. Ist uns aber rechtzeitig aufgefallen, alles noch da :)

Nach ein paar Stunden sonnen im Schatten, planschen und rutschen wurde es uns zu voll, und wir sind zurück zum Hotel.
Da sind wir außen am höheren Zimmerturm die Treppe hoch. Von dort hat man einen genialen Ausblick!


  
Der Blick von oben auf unsere Hotelanlage
Blick in Richtung San Agustin auf die weniger ansehnlichen Hoteltürme
In diesem Turm war unser Zimmer, der obere Balkon, rechts, gleich hinter der Palme

Für den Abend haben wir uns mit Meike und Sebastian vor unserm Hotel verabredet, und haben dafür noch etwas San Miguel- Bier und Chips gekauft - im Spar- Markt :)

Zum Abendessen gab es nicht nur Gambas, spanische Leber, Papas arrugadas und Eis, sondern auch ein Musiker- Quartett mit Gitarren, die für etwas musikalische Untermalung sorgten.
Den Abend haben wir dann zu viert auf unserm Balkon verbracht, der Live- Musik aus der Hotelbar gelauscht, und die Planung für den Sonntag gemacht, den wir gemeinsam verbringen wollten.